Römer

Nach der Eroberung Galliens und der Einrichtung der Provinzen unter Kaiser Augustus
war auch das Treverergebiet Teil des römischen Reiches. Unter Augustus wurde
die Augusta Treverorum (die "Augustusstadt der Treverer", das heutige Trier)
begründet, die Hauptstadt der Provincia Belgica. Auch das Leben der Bevölkerung
im Birkenfelder Land änderte sich. Rom erhob Steuern und führte römisches
Recht ein. Die Amtssprache war Latein. Die Masse der Bevölkerung sprach aber
weiterhin keltisch. Etliche adlige Treverer erhielten das römische Bürgerrecht.
Das schon in keltischer Zeit bestehende Straßennetz wurde ausgebaut. An Verkehrsknotenpunkten
entstanden Siedlungen, die sogenannten Vici, wie beispielsweise Belginum bei Wederath.
Die Bevölkerung lebte fortan in einem dicht angelegten Netz von Gutshöfen
("villae rusticae", vgl. Villa von Weitersbach), teils auch größeren
prunkvollen Villenanlagen. Die dazu gehörigen Gräberfelder sowie kleinere
Kultplätze befanden sich meist in unmittelbarer Nähe.

Der kulturelle Wandel vollzog sich jedoch während mehrerer Generationen. Nur
allmählich veränderten sich Religion, Grabkult und Tradition. Eine Vermischung
des keltischen und römischen Kulturgutes bezeugen zahlreiche Siedlungs- und
Grabfunde. Römische Importware und einheimische Keramik finden sich hier gleichermaßen.
Bemerkenswert sind einige besonders aufwendige Grabanlagen des 2. Jahrhunderts n.
Chr., wie der Grabhügel von Siesbach "Kipp" oder die Grabhügel
von Elchweiler- Schmißberg, die am Sironaweg liegen. Hier sind die Einflüsse
römischer Grabarchitektur deutlich zu erkennen.