Kelten & Römer

Treverer

Treverer
Die Treverer waren ein bedeutender Gallierstamm und wurden erstmals von Julius Caesar in seinem Werk "Der gallische Krieg" erwähnt. Er lernte sie während seines 8-jährigen Eroberungskrieges (58 - 50 v. Chr.) im Nordosten Galliens kennen. Nach Caesars Angaben erstreckte sich das Territorium der Treverer vom Rhein bis an die Maas. Die Nord- Süd- Ausdehnung reichte etwa von der Ahr bis zur Nahe.
Die Treverer zeigten sich im Gallischen Krieg mal römerfreundlich, mal römerfeindlich. In den Jahren 54/53 v. Chr. wurden sie nach schweren Kämpfen unterworfen. Nach dem Ende des Gallischen Krieges (50 v. Chr.) wurde der Stamm der Treverer nicht gewaltsam von heute auf morgen romanisiert. Die römische Ordnung faßte nur langsam Fuß. Unter Augustus wurde das römische Verwaltungsssystem durchgesetzt. Bei der Einteilung Galliens in drei neue Provinzen, wurde das Treverergebiet zur Provinz Belgica zugeordnet.
Die Treverer haben ein bedeutendes kulturelles Erbe hinterlassen. Eine Vielzahl archäologischer Fundplätze bezeugen ihr Leben und Wirken in der Eifel, im Hunsrück und im Nahebergland.
Mehrere Oppida wie beispielsweise der Ringwall von Otzenhausen, kleinere befestigte Siedlungen (vgl. Altburg bei Bundenbach) und zahlreiche Gräberfelder (beispielsweise bei Hoppstädten- Weiersbach, Elchweiler- Schmißberg, Wederath/ Belginum) sind bekannt. Neben der Landwirtschaft war die Viehzucht von Bedeutung und hier besonders wohl die Pferdezucht. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde auch bei den Treverern die eigene Münzprägung eingeführt und die Natural- durch die Geldwirtschaft langsam abgelöst.
Die befestigte Siedlung "Altburg" bei Bundenbach, die von den Treverern im 4./3. Jahrhundert gegründet wurde, ist ein gutes Beispiel für ein größeres landwirtschaftliches Anwesen mit dazugehörigen Ländereien, wie es adlige Trevererfamilien besaßen.
Im Gegensatz zu den keltischen Stämmen des 6. bis 3. Jahrhunderts bevorzugten die Treverer die Brandbestattung. Der Leichenbrand des Toten wurde mit den Beigaben in einem Flachgrab beigesetzt. Die Grabanlage (z. B. Holzkammergrab) und die Zusammensetzung des Grabinventars geben über den sozialen Stand des Toten Auskunft.