Keltensiedlung Altburg bei Bundenbach

Die"Altburg"
bei Bundenbach zählt zu den besterforschten keltischen Höhensiedlungen Mitteleuropas.
Der Name "alde burg" ist in einer Grenzbeschreibung aus dem Jahr 1503 überliefert.
Die Befestigung wurde auf einem etwa 2,0 ha großen langschmalen Bergsporn errichtet, 80 - 90 m über
der Talsohle. In einer Flusschleife auf dem Westufer des Hahnenbachs gelegen, ist die Anlage durch ringsum
höhere Bergrücken einerseits versteckt, andererseits durch Steilhänge im Norden und Osten
geschützt. Der natürliche Hauptzugangsweg führt über die Höhen von Westen her
zum Bergrücken. Durch einen auch heute noch sehr beeindruckenden 80 m langen und 7 m hohen Abschnittswall
mit vorgelagertem Graben ist die Innenfläche des Burgberges abgeriegelt. Ein weiterer Zugang führt
vom Flusstal her über einen seit alter Zeit bestehenden Hohlweg zur Südostseite
des Plateaus.
1971 bis 1975 wurde die keltische Höhensiedlung durch das Rheinische Landesmuseum Trier fast vollständig
ausgegraben. 1985 bis 1988 wurden im Rahmen einer AB-Maßnahme im Bereich der sogenannten Oberburg
die Palisadenbewehrung und einige Grundrisse von Wohnhäusern, Speichern und Wachtürmen
rekonstruiert.
Von der Hochfläche kann man ein wunderbares Panorama genießen. Von dem Aussichtspunkt an der
Südspitze hat man einen besonders schönen Blick auf die gegenüberliegende
mittelalterliche Schmidtburg.