Grube Herrenberg bei Bundenbach

Durch den Schieferbergbau und die bedeutenden Fossillenfunde hat Bundenbach eine Bekanntheit
weit über die Landesgrenzen hinaus erreicht. Es gibt bereits sehr früh Nachweise über
die Verwendung des Schiefers im Bundenbacher Raum - so besteht z.B. der Schutzwall der
Keltensiedlung Altburg aus einer Schiefer-Bruchsteinmauer. Die historische Schiefergrube
Herrenberg ist eine außergewöhnliche Attraktion an der Schiefer- und Burgenstraße.
Nahe der Altburg gegenüber der Schmidtburg gelegen, vermittelt sie dem Besucher
auf eindrucksvolle Weise die Arbeit des Layenbrechers (Bergmanns) und erschließt
ihm die Welt der Fossilien.

Terrassenähnlich
liegen Abbaue und Weitungen im Berginneren übereinander. Phantastische Quarzadern
im Wechsel mit graublauem Schiefergestein zeichnen Bilder ausgefallener Seltenheit und
Struktur - abstrakte Kunst der Natur.
Goldglänzende Pyrite in den Wänden und Tropfsteine, die sich an den Firsten gebildet haben,
bestechen durch ihre unverfälschte Schönheit und Natürlichkeit. Handgepickelte Stollen
und Abbaue zeugen von Schürfungen im 16. Jahrhundert, doch deuten viele Anzeichen schon auf römerzeitlichen
Schieferbergbau.
Die 1822 erstmals erwähnte Schiefergrube hat 1964 ihren Betrieb endgültig eingestellt. Im Jahre
1975 begannen Bundenbacher Bürger in Privatinitiative mit der Erschließung der Grube als Schaubergwerk,
das dann ein Jahr später eingeweiht wurde.
1988 wurde es baulich so verändert, dass auch Rollstuhlfahrer das Bergwerk problemlos besichtigen
können. Ein kleines Bergbaumuseum mit Ausstellungen von primitivem bergmännischein Werkzeug
bis zu den Werkzeugen und Geräten, mit denen heute noch Schiefer gewonnen wird, vermitteln dem Besucher,
unter welch schweren Bedingungen Schiefer gebrochen, gefördert und Abraum beseitigt
wurde.