Von Hottenbach nach Fischbach

Stationen am Sironaweg

Marktplatz Heuchelheim bei Sulzbach
In Sulzbachs unmittelbarer Nähe liegt der uralte "Marktplatz Heuchelheim" an dem prähistorischen Handelsweg zwischen Oberrhein und Mosel. Ein Zweig dieser bronzezeitlichen, von den Römern ausgebauten und noch im Mittelalter weiter-benutzten Route verläuft über Rhaunen und Büchenbeuren nach Enkirch, indes der andere geradewegs über den Idarwald zur Ausoniusstraße führt.
Markt Heuchelheim war Standort einer keltisch-römischen Kultstätte, die späterhin als Versammlungsort und Thingplatz des Hochgerichts Rhaunen diente. Der Flur-name "Galgenfeld" lässt bis heute erkennen, dass an dieser Stelle Scharfrichter ihres grausigen Amtes walteten; noch im Jahre 1593 wurden dort zwei Frauen als vermeintliche Hexen verbrannt.
Bis ins 18. Jahrhundert waren auf Heuchelheim die Mauer-züge einer wohl frühmittelalterlichen Marlenkirche zu sehen. Das in den Jahren nach 1870/71 um die attraktive Baumgruppe eines "Kaisergartens" bereicherte Gelände ist heute als Picknick- und Freizeitplatz beliebt.
 
Auf dem im Jahre 2000 errichteten Gedenkstein steht:
 
Marktplatz und Wüstung Heuchelheim
 Der 1342 erstmals erwähnte Ort wird zwar schon 1536 nicht mehr genannt. Sein altes Gotteshaus stand noch 1571. An dieser Stelle befand sich zugleich eine alte Gerichtsstätte. An der unter anderen 1593 zwei Frauen als Hexen verbrannt wurden. Berühmt waren auch die "Heuchelheimer Märkte", die sogar noch bis 1911 an diesem Platz abgehalten wurden.
 
Landkreis Birkenfeld 2000