Von Hottenbach nach Fischbach

Stationen am Sironaweg

Keltisches Hügelgräberfeld bei Wickenrodt
In unmittelbarer Nähe des Sironaweges liegt das Hügelgräberfeld "Hirtenbösch". Es umfasst 34 Grabhügel, von denen einige auch heute noch gut im Gelände zu erkennen sind. Geht man nahe der Informationstafel einige Meter in den lichten Wald hinein, so werden die mehr oder weniger hochaufgeschütteten Erdhügel sichtbar. Einige Grabhügel sind allerdings aufgrund der jahrhundertelangen Erosion mittlerweile so flach, dass sie im Wald nicht mehr auffindbar sind. Die meisten Grabhügel wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht gerade fachgerecht ausgegraben. Auch heute noch sind die Spuren der damaligen "Spatenforscher" als trichterförmige Vertiefungen im Zentrum derHügel gut zu erkennen.
Die ausgegrabenen Funde datieren in das 6. Jahrhundert v. Chr.. Einige Fundobjekte gelangten in die Sammlung des Museums Birkenfeld. Dazu zählen zwei scharflappige Bronzewendelringe, die im April 1863 in einem Grabhügel gefunden wurden. Laut Grabungsprotokoll entdeckte man damals in dem Hügel zwei O-W orientierte Körpergräber mit Steinpackungen. In beiden Gräbern fand man reiche Bronzeschmuckgarnituren. Diese bestanden aus jeweils einem scharfgelappten Wendelring (Halsring), zwei Schläfenringen und mehreren Armringen mit Strichgruppenverzierung. Der Schmuck bezeugt, dass hier zwei keltische Frauen bestattet wurden. Auch ein Tongefäß mit Speise war für das Leben im Jenseits ins Grab mitgegeben worden. Die Funde datieren die beiden Frauengräber in die Zeit um 550 v. Chr. Die beiden scharflappigen Bronzewendelringe sind im Original im Museum Birkenfeld ausgestellt.