Keltische Grabhügel im Perchwald

Der Sironaweg führt nach der Abzweigung von der Kreisstraße 26 Richtung Bergen bzw.
Berschweiler durch die Waldbezirke "Ochsenhecke",
"Fahrhecke" und "Perchwald".
Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden hier mehrere Grabhügelgruppen
von zwei und mehr Hügelgräbern auf eine Länge von mehreren 100 Metern entdeckt und teilweise
untersucht. Neuere Grabungen wurden 1972 bei der Verlegung der Erdgasleitung notwendig. Die Funde bezeugen,
dass die keltische Bevölkerung in diesem Gebiet vom 6. bis 3. Jahrhundert ihre Toten bestattete.
Allerdings sind die meisten Hügel heute im Gelände kaum zu erkennen. Lediglich der größte
Grabhügel, den die Altertumsforscher 1858 nahe der sog. Heischerbuche mit einem kreuzförmigen
Schnitt untersuchten, ist im Wald gut sichtbar.
Verborgen bleiben dem Wanderer auch die römischen Fundplätze, die nach 1860 östlich des
Weges bei Rodungsarbeiten im Perchwald entdeckt wurden. Zahlreiche Scherben- und Ziegelfunde führten
zu der Annahme, dass hier eine größere römische Siedlung gewesen sein müsse. Außerdem
stieß man auf römische Brandgräber und Fragmente von Grabdenkmälern, die laut Bericht
bei der Urbarmachung des Geländes arg zerstört wurden.