Keltische Burg Ringmauer bei Fischbach

In
den letzten sechs vorchristlichen Jahrhunderten war die Gegend rund um Fischbach von
Kelten bewohnt. An sie erinnert noch der Ringwall. Dieser keltische Ringwall liegt ca.
500 m vom Hosenberg-Stollen entfernt in Richtung Fischbach auf einem schroffen Felsen,
der sich rechts an der Straße Fischbach - Berschweiler (am Lörschbachtal)
erhebt.
Die Ringwälle dienten der eingesessenen keltischen Bevölkerung als sog. "Fliehburgen" beim
Einfall oder Durchzug fremder Völkerschaften; sie dürften zeitweise auch Siedlungsstätten
gewesen sein. Die Spuren dieser Höhenbefestigung sind in dem schwierigen, von dichtem Gestrüpp
bewachsenen Gelände nicht leicht auszu- kundschaften.
Probeschürfungen im Jahre 1971 führten zum Nachweis einer aus Melaphyrbrocken
gebauten Trockenmauer, die einst in Holz-Stein-Konstruktion aufgeführt war. Die
verstreut liegenden Steine vom Oberbau dieser Mauer zeigten Spuren erheblicher Brandeinwirkung.
Aufgrund dieser Bauweise wird die Entstehung dieses Ringwalles in die Zeit um 600-400
v. Chr. angenommen.
Der steile Anstieg wird mit einem herrlichen Blick ins Hosenbachtal belohnt.
Text: Auszug aus dem Buch "Fischbach an der Nahe".