Festung Kirschweiler

Die
sogenannte "Festung" auf dem Silberich nordwestlich des Ortes Kirschweiler
ist keine vorgeschichtliche Burg, wie man bisweilen vermuten möchte. Vielmehr
trifft man hier auf ein natürliches "Felsenlabyrinth" aus Taunusquarzit.
Zwischen 1934 und 1939 boten die romantischen Felsen der Kirschweiler Festung eine
hervorragende Kulisse für die von der ganzen Dorfgemeinschaft aufgeführten
Freilichtspiele.
Der Silberich ist einer der zahlreichen langgestreckten SW-NO verlaufenden Bergrücken
am Südrand des Rheinischen Schiefergebirges, die aus hartem, widerstandsfähigem
Quarzit bestehen. Auf den westlich und östlich benachbarten Bergrücken (Ringskopf
und Wildenburger Kopf) errichteten die Kelten aus diesem Gestein, das sich als Baumaterial
vorzüglich eignet, ihre Höhenbefestigungen.
In den angrenzenden Tälern (Mulden) trifft man dagegen den bekannten Hunsrückschiefer
an. Auch in dem tiefer gelegenen Ort Kirschweiler tritt der Tonschiefer offen zu Tage,
wie beispielsweise an der Kirschweiler Brücke. Sowohl im Taunusquarzit als auch
im Hunsrückschiefer sind äußerst interessante Fossilien entdeckt worden.
Besonders Geologen wissen diese fossilen Faunen, die in den Gesteinsformationen mit viel
Glück auch heute noch zu finden sind, zu schätzen.
Für interessierte Gesteinskundler und Mineralienfreunde lohnt sich der Weg nach
Kirschweiler allemal, hat man hier doch die Möglichkeit eine sehr interessante Geologisch-Paläontologische
Sammlung zu besichtigen und einigen Edelsteinschleifern in der historischen Edelsteinschleiferei über
die Schulter zu schauen.