Von Oberhambach nach Weiersbach

Stationen am Sironaweg

Keltische Burg "Altburg" bei Weiersbach
Die Wanderung zu der keltischen Burg bei Weiersbach bedarf einer gewissen Kondition und eines geübten Auges. Wie bei fast allen keltischen Höhenburgen muss man einen steilen Anstieg zum Burgtor bewältigen bevor man das Bergplateau erreicht. Die Steinwälle der einstigen Befestigung sind auf dem schmalen Bergsporn noch mehr oder minder gut zu erkennen. Am besten zeichnen sich die Reste der Holz-Stein-Erde-Mauer im Nordwesten im Bereich des Tores ab.
Dem Wanderer erschließt sich die strategisch günstige Lage der Burg, wenn er einen kleinen Rundgang auf dem heute bewaldeten Plateau macht. Der schmale Bergsporn wird von zwei tiefen Senken, der Sengelbachschlucht und dem Deimelsgraben eingefasst. Im Osten befindet sich zur Nahe hin ein fast senkrechter Felsgrat. Von der Ostspitze hat der Besucher einen wundervollen Blick auf das Nahetal. Die Kelten konnten also von hier mühelos das Flusstal kontrollieren. Da die umgebenden Berge das Altburgplateau überragen, lag die Befestigung außerdem weitgehend verborgen.
1968 und 1994 führte das Rheinische Landesmuseum Trier archäologische Ausgrabungen durch. Eine feste Besiedlung des Burgplateaus konnte dabei nicht nachgewiesen werden. Auch die Datierung der Anlage erwies sich aufgrund des äußerst spärlichen Fundmaterials als schwierig. Möglicherweise wurde die Befestigung von den Kelten nur in unruhigen Zeiten als Schutzburg aufgesucht.