Von Oberhambach nach Weiersbach

Stationen am Sironaweg

Römische Straße
1906 konnte Heinrich Baldes bei seinen Grabungen im Wasserschieder Wald auch Teile eines römischen Weges freilegen. 1911 war diese „als flacher, auf eine lange Strecke gut sichtbarer Damm durch den Wald“ noch erkennbar, wie er in einem Aufsatz in den Trierer Jahresberichten von 1911 bemerkte.
In mehreren Profilschnitten untersuchte er den Aufbau der Straße und kam zu folgendem Ergebnis: „… zu unterst (lag) eine Steinpackung von 3, 50 m Breite und 35 – 40 cm Höhe, bestehend aus einer Lage mächtiger Grauwacken; die Randsteine sind besonders sorgfältig ausgesucht, wodurch beiderseits ein glatter Abschluss erzielt ist; darüber eine Schicht kleinerer Wacken. Von einer Beschotterung, die an anderer Stellen beobachtet ist, war hier nicht mehr zu erkennen. Zu beiden Seiten des Steinkörpers war ein etwa 1 m breites Bankett, die Seitengräbchen, etwa 1,5 m breit und 60 cm tief, waren sehr undeutlich; an anderen Stellen fehlen sie ganz. Die Breite des Steinkern und die sorgfältig gesetzten Randsteine konnten auf der ganzen Strecke verfolgt werden.“ (Katalog Baldes u. Behrens, 1914, S. 129).
Die Verbandsgemeinde Birkenfeld hat im August 2006 im Wasserschieder Wald am Sironaweg an der Wegkreuzung, die von Gollenberg Richtung Birkenfeld bzw. zum Infopavillon an der B 41 führt, einen kurzen Teilabschnitt der römischen Straße rekonstruiert. Eine Infotafel gibt weitere Informationen zur Konstruktion und zur Fundstelle. Die Rekonsturktion soll dazu beitragen, dass der keltisch-römische Sirona-Weg an Attraktivität gewinnt und besonders auch Familien mit Kindern interessante Sehenswürdigkeiten bietet.
Text: Frau Dr. Geiß-Dreier